Tauchreviere Mallorcas
Tauchsport auf den Balearen – Die Insel Mallorca
Tauchbegeisterte haben mir berichtet, auf Mallorca gäbe es die schönsten Tauchreviere auf den Balearen, wenn nicht gar im gesamten Mittelmeer. Immer wieder schwärmen Naturliebhaber von der einzigartig stechend blauen Farbe des Meeres rund um die Insel.
Eine der fantastischen Seiten der Unterwasserlandschaft ist es, dass die einzelnen Formationen einem ständigen Wandel unterworfen sind. Schwere Winterstürme verschieben Geröll, Teile der Riffe können brechen, Höhlen verschüttet werden. Jedesmal aufs Neue lässt sich beobachten, wie Tier und Pflanzen sich den so entstandenen neuen Lebensraum zurück erobern, widrigen Strömungen trotzen und sich einnisten – bis zur nächsten großen Veränderung.
Diese muss jedoch nicht zwangsläufig jede Tauchsaison stattfinden. Naturforscher haben widerkehrende Zyklen beobachtet, die nicht unbedingt mit unseren Jahreszeiten übereinstimmen müssen. Sie können mehrere jahre umfassen, oder auch nur wenige Monate. Es bleibt spannend, zu beobachten, inwieweit sich die Erderwärmung und eine mögliche Änderung der Strömungsverhältnisse auf die malloquinischen Tauchreviere auswirken werden.
Viele der idyllischen Tauchreviere Mallorcas stehen unter Naturschutz, hierzu zählen bspw. die der Inseln Cabrera und Dragonera. Sie bieten den Vorteil, dass eine noch zu weiten Teilen in ihrem Ursprungszustand erhaltene, vielfältige Tier- und Seepflanzenwelt bestaunt werden kann. Lange Zeit waren sie als militärisches Sperrgebiet weitgehend von der zivilen Schiffahrt und auch vom Fischfang ausgeschlossen, so dass vieles von ihrer einzigartigen Schönheit erhalten geblieben ist. Nicht nur die Vielfalt der hier lebenden Fischarten in all ihren schimmernden Farben und Formen gibt dabei Anlass zur Begeisterung, sondern auch die Höhlen und Canyons und sogar uralte Wracks, die beim Tauchgang besichtigt werden können.
Interessante Felsformationen finden sich etwa rings um die Halbinseln La Mola und Cap de Llamp sowie im Umkreis der Insel Dragonera. Wer sich eher von der Fauna angezogen fühlt, findet in den Gewässern rund um Puerto Andraitx riesige Zackenbarsche, Tintenfische und Langusten,dazu Muränen und viele Hunderte Tiere umfassende Schwärme von Brassen. Wenn Ihr viel Glück habt, könnt Ihr an manchen Tagen sogar Barakudaschwärmen begegnen.
Der Name des Tauchreviers Cala d’Or leitet sich von den vielen kleinen und größeren Buchten ab, die die Küstenlinie durchbrechen. Vorrangig zeichnen sich diese durch die charakteristische hohe Steilküste aus, Sandstrände finden sich dagegen nur vereinzelt. Bis weit ins Meer hinein ragen die Steinblöcke und Riffe, und auch die Küste spiegelt sich unter der Wasseroberfläche. Die Küstenlinie verläuft entland der Südost- Nordwest- Linie, so dass Taucher am späten Vor- und frühen Nachmittag die grandiosen Außenseiten der Riffe und auch die Steilküste in gleißender Helligkeit bestaunen können. Hier finden Kraken, Muränen und Zackenbarsche ihren natürlichen Lebensraum, aber auch viele andere Fische und Pflanzen des Mittelmeers präsentieren sich dem Taucher.